Erfolg gegen den Trend – „Doch dafür muss man auch etwas tun“

Sol­che Sätze hört man in der Wirt­schaft des Unstrut­Hai­nich-krei­ses der­zeit eher sel­ten: „2025 war eines unse­rer erfolg­reichs­ten Jahre in der Unter­neh­mens­ge­schichte. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren gab es ein ste­ti­ges Wachs­tum.“Das sagt Mareike Hilke, Geschäfts­füh­re­rin des Mühl­häu­ser Unter­neh­mens Schlie­ßund Siche­rungs­sy­steme Gmbh. Der­zeit beschäf­tigt die Firma 209 Mit­ar­bei­ter, dar­un­ter zwölf Aus­zu­bil­dende.

Das Unter­neh­men mit Sitz an der Bonat­straße ent­wickelt und pro­du­ziert Kom­po­nen­ten für Schie­nen­fahr­zeuge. Zum Sor­ti­ment gehö­ren Ver­rie­ge­lungs­sy­steme und Beschläge für Türen, Tritte und Ram­pen für Ein­stiegs- und Über­gangs­sy­steme sowie Kon­struk­ti­ons­teile aus Edel­stahl, Alu­mi­nium und Stahl. Über­dies fer­tigt die Firma Innen­ein­rich­tun­gen wie Hal­te­stan­gen, Gepäck­ab­la­gen, Tische und Trenn­wände sowie Tür- und Brand­schutz­sy­steme.

„Es gibt kei­nen Kon­ti­nent auf der Welt, auf dem nicht ein Teil von uns in einem Schie­nen­fahr­zeug ver­baut ist“, sagt Jens Meyer, tech­ni­scher Geschäfts­füh­rer des Unter­neh­mens, bei einem Besuch von Thü­rin­gens Wirt­schafts­mi­ni­ste­rin Colette Boos-john (CDU).

Dabei gehe es häu­fig um ver­gleichs­weise kleine Stück­zah­len. „Wenn wir Kom­po­nen­ten für 50 Fahr­zeuge lie­fern, ist das für uns bereits ein Groß­auf­trag“, sagt Meyer. Der Export­an­teil liege je nach

Monat zwi­schen 60 und 80 Pro­zent.

Doch nicht nur die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung beein­druckt. „Wir kön­nen uns weder über Fach­kräf­teman­gel noch über Per­so­nal­man­gel bekla­gen. Doch dafür muss man auch etwas tun“, betont Meyer.

Neu ist der Fokus auf Aus­bil­dung: Erst vor weni­gen Tagen hät­ten erst­mals seit Jah­ren drei junge Indu­strie­kauf­leute ihre Aus­bil­dung erfolg­reich abge­schlos­sen. Zwei von ihnen wer­den über­nom­men. Auch eine Fach­kraft für Lager­lo­gi­stik bleibt dem Unter­neh­men erhal­ten.

„Damit man nicht in ein Fach­kräf­te­pro­blem rutscht, muss man sich zei­gen“, sagt Meyer. Das gelte für Aus­bil­dungs- ebenso wie für Rück­keh­rer­mes­sen. „Es reicht nicht, einen Aus­zu­bil­den­den aus dem ersten Lehr­jahr hin­zu­schicken, der am besten gar nicht ange­spro­chen wer­den möchte. Da muss man selbst Gesicht zei­gen.“

Dass diese Stra­te­gie funk­tio­niert, sei auch in der Stadt auf­ge­fal­len, meint Chri­stian Fröh­lich von der Wirt­schafts­för­de­rung der Stadt­ver­wal­tung Mühl­hau­sen. Die Firma Schließ- und Siche­rungs­sy­steme sei der­zeit bei zahl­rei­chen Ver­an­stal­tun­gen und Mes­sen prä­sent.

Bei den Zulie­fe­rern setzt das Unter­neh­men dage­gen bewusst auf die Region. „Was wir im Umkreis von 50 Kilo­me­tern bezie­hen kön­nen, das kau­fen wir auch hier ein“, betont Meyer.

 

https://www.thueringer-allgemeine.de

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